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Die VDH - Begleithundeprüfung
mit Verhaltenstest und Sachkundeprüfung (BH/VT)

 
Gesamtpunktezahl :   60 Punkte

Die Begleithundeprüfung ist die wohl am häufigsten abgelegte Prüfung auf Hundeplätzen. Sie darf ausschließlich von einem Verein abgenommen werden, der beim VDH (Verein für das Deutsche Hundewesen) anerkannt ist. Sie ist unbedingte Voraussetzung für den weiteren Hundesport (Teilnahme an Agility-Turnieren, Fährtenhundeprüfung, VPG, IPO). Prüfungen, wie Hundeschulen, Jäger oder auch der IRJGV (Internationaler Rasse- , Jagd- und Gebrauchshundeverband) sie anbieten, werden bei diesen Hundesportarten nicht anerkannt. An dieser Prüfung können auch Mischlinge teilnehmen, der Hundeführer muss lediglich Mitglied in einem VDH-Hundeverein sein. Der Hund muss gechipt oder tätowiert sein, um eindeutig identifiziert werden zu können.

Zur BH muss unser Vierbeiner ein Mindestalter von 15 Monaten haben. Bei der Vorbereitung auf diese Prüfung lernt der Hund die Dinge, die für das Zusammenleben von Mensch und Hund unerlässlich sind: das ordentliche Gehen "bei Fuß" ohne zu zerren, Herankommen, Sitzen oder Liegenbleiben auf Zuruf. Und er lernt auch, wie man sich als Hund im Straßenverkehr und bei der Begegnung mit Radfahrern und Joggern oder auch mit anderen Hunden zu benehmen hat. Die BH ist die niedrigste der Leistungsprüfungen und gilt quasi als "Hundeführerschein". Sie ist zwingende Voraussetzung für alle weiteren sportlichen Aktivitäten mit dem Hovawart.

Die Prüfung des Hundes erfolgt in zwei Bereichen. Zum Einen wird auf dem Hundeplatz die sogenannte Unterordnung gezeigt und zum Anderen im Anschluss auf der Straße im Verkehr das sichere Verhalten des Hundes überprüft. Auch müssen wir als Hundeführer (HF) einen Sachkundenachweis ablegen, wenn wir unseren Hund weniger als drei Jahre haben und es unser erster Hund ist. Fällt man durch die anderen Teile der Prüfung, besitzt die erfolgreich abgelegte Sachkundeprüfung dennoch weiterhin Gültigkeit. Das gilt auch für alle weiteren BHs, die man eventuell später noch laufen möchte.

Bei der Prüfung werden von unserem Vierbeiner ein sozial verträgliches Verhalten, gute Nerven und Gehorsam verlangt. Hunde, die mit Aggressionen oder Schreckhaftigkeit reagieren oder nicht im Gehorsam stehen, können diese Prüfung nicht bestehen. Dazu dient auch die Unbefangenheitsprobe (Verhaltenstest), bei der vor Beginn der Prüfung i.d.R. die Kontrolle von Chip- oder Tätonummer erfolgt. Reagiert der Hund hierbei aggressiv, wird er von der weiteren Prüfung ausgeschlossen. Die Unbefangenheit (das Verhalten) wird auch im gesamten weiteren Prüfungsverlauf bewertet und kann auch später noch zum Nichtbestehen führen.

Im Unterordnungsteil wird ein Schema mit und ohne Leine bei Fuß gegangen. Jede Übung beginnt mit der sogenannten Grundstellung und endet auch mit dieser. Hierbei muss der Hund gerade an der linken Seite des HF sitzen. Für jede Übung gibt es vorgeschriebene Hörzeichen und es sind keine weiteren Hilfen erlaubt. Für alle Übungen gibt es genau festgelegte Regeln, die in einer Prüfungsordnung nachzulesen sind. Die einzelnen Übungen werden mit Punkten bewertet und für Fehler durch den Hund oder den Hundeführer gibt es entsprechende Abzüge.

 

 

 

Leinenführigkeit                                                       (15 Punkte):
Auf das Hörzeichen "Fuss" soll der Hund dem HF freudig aus der Grundstellung folgen. Hierbei soll der Hund mit seiner Schulter in Höhe des linken Knies bleiben. Er darf nicht seitwärts laufen, vordrängen oder zurückbleiben, all dies gibt Abzüge. Die 1m-Leine wird in der linken Hand gehalten und soll locker durchhängen. Dabei muss das Team ein genau festgelegtes Schema laufen, worin auch verschiedene Schrittarten wie der Langsam- und der Laufschritt zu zeigen sind. Außerdem müssen mindestens eine Rechts-, Links- und eine Kehrtwendung gezeigt werden. Auf Anweisung des Richters geht das Team dann in Form einer Acht durch eine Gruppe aus vier Personen und muss in dieser Gruppe einmal halten, wobei sich der Vierbeiner ohne Kommando hinsetzen soll.

Freifolge (15 Punkte):
Nun wird der Hund in der Grundstellung ab geleint, das Team geht direkt wieder in die Gruppe hinein und zeigt dort wieder einen Halt. Danach muss der HF mit frei folgenden Hund das gesamte Schema nochmals laufen, wobei in der ersten Geraden zwei Schuss aus einer Schreckschusspistole abgegeben werden. Hierbei soll der Hund nicht schreckhaft und nicht aggressiv reagieren  .

                         

 

    Laufschema BH

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Sitzübung:  (10 Punkte)                               
Von der Grundstellung aus geht das Team mind. 15 Schritte geradeaus, der HF gibt dann aus der Grundstellung das Kommando "Sitz" und geht, ohne seine Gangart zu ändern, mindestens 15 Schritte weiter. Dort bleibt er stehen und dreht sich zu seinem Hund um. Der Hund muss sich auf das Hörzeichen schnell hinsetzen, jedes Zögern oder auch weiter mitlaufen wird mit Punktabzug bestraft. Auch wenn er sich statt zu setzen hinlegt oder stehen bleibt, bedeutet dies Punktabzug. Auf Richteranweisung begibt der HF sich dann zu seinem Hund zurück und nimmt wieder die Grundstellung ein.

Platzübung - auch Ablegen in Verbindung mit Herankommen genannt (10 Punkte):
Wieder geht das Team aus der Grundstellung mindestens 15 Schritte geradeaus, der HF gibt aus der Grundstellung (Hund Sitzt) das Kommando "Platz" und geht mindestens 30 Schritte weiter. Er bleibt stehen, dreht sich um und hofft, dass sein vierbeiniger Partner liegt ;-). Nun ruft der HF auf Richteranweisung seinen Hund mit dem Hörzeichen "Hier" zu sich heran. Hierbei sollte der Hund freudig in schneller Gangart auf den HF zulaufen und sich dicht vor ihn hinsetzen. Auf erneutes Hörzeichen "Fuß" muss der Hund die Grundstellung selbstständig einnehmen, d. h. er muss sich an die linke Seite des HF begeben und hinsetzen.

Dauerablage - auch Ablegen des Hundes unter Ablenkung genannt (10 Punkte):
Bevor der nächste HF seine Unterordnung beginnt, muss der HF seinen Hund auf einen vom Richter zugewiesenen Platz führen und ihn dort mit dem Kommando "Platz" ablegen. Die Leine wird dabei entfernt und es darf auch kein Hilfsmittel bei dem Hund zurückbleiben. Dann muss sich der HF mindestens 30 Schritte von seinem Hund entfernen und mit dem Rücken zu ihm stehen bleiben ohne sich umzudrehen. Nun soll der Hund auf diesem Platz ruhig verweilen, bis der zweite Hundeführer seine Unterordnung beendet hat.

Die Überprüfung im Straßenverkehr beinhaltet Elemente wie Jogger oder Inline Scater, vorbeifahrende Rad- oder Autofahrer, Menschenmengen in denen der Hund Sitz und Platz zu machen hat und das Passieren von anderen Hunden während der eigene Hundeführer sich außer Sicht befindet. Der Verkehrsteil wird nicht mit Punkten bewertet, sondern das Gesamtbild des Hundes zählt. Er darf keinerlei Aggressionen gegenüber Menschen oder seinen Artgenossen zeigen, auch sollte er nicht ängstlich reagieren. Ein ausgeglichenes ruhiges Wesen ist gefragt. Haben wir unseren treuen Vierbeiner vernünftig aufgezogen, wird dieser Teil der Prüfung überhaupt kein Problem für uns sein.